Chrétien de Troyes, Yvain “Die mag man wohl albern nennen, die gleich denken, Liebe sei im Spiel, nur weil eine Dame höfisch genug ist, sich einem Unglücklichen zu nähern, ihm freundlich zu begegnen und ihn zu umarmen.”
Ernest Hemingway “Die Lüge tötet die Liebe. Aber die Aufrichtigkeit tötet sie erst recht.”
Angelus Silesius “Die Liebe, wenn sie neu // braust wie ein junger Wein; // je mehr sie alt und klar, // je stiller wird sie sein.”
Eduard Mörike, Peregrina V “Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden, // Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht.”
Niccolò Machiavelli, Clizia “Ich habe immer gehört, dass man drei Gattungen von Menschen meiden soll: Sänger, Alte und Verliebte.”
Wilhelm Christoph Gerhard, Maskenkalender, Matrose “Liebchen, ade! Scheiden tut weh! // Morgen, da geht’s in die wogende See.”
Theodor Fontane, Cécile “Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten, und wer sich eines Frauenherzens dauernd versichern will, der muss immer neu darum werben, der muss die Reihe der Aufmerksamkeiten allstündlich wie einen Rosenkranz abbeten. Und ist er fertig damit, muss er von neuem anfangen. Immer da sein, immer sich betätigen, darauf kommt es an.”
Gottfried von Straßburg, Tristan “Die Liebe, Königin aller Herzen, die freie und einzigartige, ist käuflich zu haben. Wie haben wir sie gezwungen, uns tributpflichtig zu sein!”
Johann Wolfgang von Goethe, “Wilhelm Meisters Lehrjahre IV” “Die Eigenliebe lässt uns sowohl unsre Tugenden als unsre Fehler viel bedeutender, als sie sind, erscheinen.”